
Moore.
Menschen.
Miteinander.
Moore sind wunderbare Orte. Sie sind Rückzugsräume für seltene Arten, Wasserspeicher in trockenen Zeiten und jahrtausendealte Kohlenstoffdepots, die im Verborgenen unser Klima schützen. Gleichzeitig sind sie Teil unserer Kulturlandschaft, geprägt von Menschen, die mit ihnen leben und arbeiten. Heute stehen wir vor der Aufgabe, diesen Landschaften ihr Wasser zurückzugeben, damit sie überleben können und zugleich Perspektiven für diejenigen zu sichern, die von ihnen abhängen. Das gelingt nur im Miteinander: mit Zuhören, Respekt und einem realistischen Blick auf Chancen und Grenzen.
Foto: Dieses orchideenreiche Kleinseggenried am Möllnsee:
eine der letzten natürlich offenen Braunmoosmoorflächen in Brandenburg
Moore
Ein Moor entsteht dort, wo sich Wasser so lange hält, dass Pflanzenreste nicht vollständig zersetzt werden und sich Millimeter für Millimeter aufschichten. Aus dieser Langsamkeit wächst Torf: Schicht um Schicht, über Jahrtausende, als stilles Archiv der Natur. In Brandenburg haben Moore viele Gesichter: weite, offene Flächen mit Moosen und Gräsern, Bruchwälder voller Leben, Schilflandschaften, die ebenfalls Torf bilden. So unterschiedlich sie sind – sie alle benötigen Wasser.
Menschen
Menschen haben erst relativ spät begonnen, Moore zu nutzen. Zuvor galten diese schwer zugänglichen Gebiete als Rückzugsorte und Fluchtpunkte. Oft haben Menschen die Voraussetzungen für das Entstehen der Moore geschaffen – mit historischen Wasserbauten, kleinen Stauanlagen, kluger Bewirtschaftung. Später prägten Grünlandwirtschaft und Weidehaltung diese Landschaften und machten sie vielfältiger. Erst die tiefe Entwässerung im 20. Jahrhundert brachte große Probleme mit sich: für den Boden, für die Natur und für die Bewirtschaftung. Früher hing an der Moornutzung vor allem die Ernährungsfrage, heute treten weitere Nutzungsmöglichkeiten hinzu, die auch Türen für den Erhalt der Moore öffnen.
Miteinander
Die Zukunft der Moore entscheidet sich im Gespräch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln: Landwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung, Forschung und regionale Praxis. Die Nutzung hat sich im Lauf der Geschichte immer wieder verändert. Dieser Wandel ist eine Chance. Das Märkische Moorzentrum will diesen Wandel begleiten: Brücken schlagen, Vertrauen aufbauen und Räume schaffen, in denen gemeinsame Lösungen wachsen können – achtsam, offen und getragen von der Idee eines Miteinanders.
Gemeinsam für Moor und Menschen
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt
(Mahatma Gandhi)